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Bildersammlung von Katharina II. der Großen (zip-Archiv, 1,4 mb)
Film-Dokumentation über Katharina II., die Große


Zarin von Russland Katharina II, die Große
(russ. Jekaterina II. Alexejewna)


Zarin Katharina II die Große
Katharina II., die Große,
28.6.1762 bis 17.11.1796 Zarin von Russland


Geb. 2. Mai 1729 in Stettin
Gest. 17. November 1796 in Petersburg (Beisetzung in der St. Peter und Paul Kathedrale, St. Petersburg)

Geboren als Prinzessin Sophie Friederike Auguste von Anhalt-Zerbst. Tochter des preußischen Gouverneurs von Stettin Fürst Christian August von Zerbst-Dornburg und der geb. Prinzessin von Holstein-Gottorp (Haus Oldenburg) regierenden Fürstin von Anhalt-Zerbst Johanna Elisabeth.
Sie ist mit Ihrer Mutter mit 14 Jahren nach Rußland gegangen, um den Thronnachfolger Peter III zu heiraten. Im Jahre 1745 trat sie zur griechisch-russischen Kirche über (getauft mit dem russischen Namen Katharina Alexejewna) und heiratet Peter III. Nach der Entthronung ihres (eine Woche nach seiner Krönung ermordeten) Gemahls wird sie 1762 zu Zarin Katharina II.

Katharina II mit 34 Jahren Katharina II mit 64 Jahren

Katharina II. gilt als außergewöhnlich kluge und gebildete Frau, sie liest Montesquieu, Voltaire, Diderot und Schriften anderer französischen Enzyklopädisten, deren Ideen in ihre späteren Reformpläne einfließen. Sie sah sich in der Tradition Peters I. und leitete als Vertreterin des aufgeklärten Absolutismus Reformen ein, die in ihrer Tragweite allerdings bescheiden blieben. Neben Maßnahmen zur Modernisierung des Staatsapparates leitete Katharina II. die planmäßige Besiedlung noch unerschlossener ländlicher Gebiete im Süden des Reiches ein. Sie siedelt deutsche Bauern an der Wolga und in Südrussland an.

Volga-Karte-1940
(Quelle: http://en.wikipedia.org).

Volga-Karte-ca_1920

Durch zwei Kriege gegen die Türkei gewann Rußland unter Katharina in den Friedensschlüssen von Kütschük-Kainardschi (1774) und Jassy (1792) sowie durch die gewaltsame Aneignung der Krim (1783) die Küste des Schwarzen Meers bis zum Dnjestr. Durch die Teilungen Polens (1772, 1793 u. 1795) wurde es Nachbar Preußens und Österreichs.

In Zerbst galt die russische Monarchin als gutmütige Beschützerin ihrer fern gebliebenen Heimat. In Hungerszeiten schickt sie Korn und sichert finanzielle Unterstützung zu. Nach Bekanntwerden von Katharinas Ableben werden in der Heimat vier Wochen lang täglich von 11 - 12 Uhr die Glocken geläutet.
Als die Zarin Katharina II. 1796 nach 34 Jahren Regentschaft stirbt, hat sie verwirklicht, was Peter der Große einst begonnen hatte – Rußland ist endgütig zu einer Großmacht aufgestiegen, mit der Europa rechnen muss.

Ansiedlungspolitik von Katharina II.

In ihrer Ansiedlungspolitik ließ sich Katharina II. ebenfalls von der in Westeuropa betriebenen Peuplierungspolitik leiten, deren Grundzüge auch in Vorschlägen von Lomonossow enthalten waren. Ein erster Schritt zur Anwerbung von Kolonisten war das Manifest vom 14. Oktober 1762, in dem der Senat ausdrücklich die Erlaubnis erhielt, Ausländern die Ansiedlung im Land zu gestatten.
Da die Veröffentlichung dieses ersten Manifestes wegen seines nur summarischen Inhalts nicht die erhoffte Resonanz im Ausland hatte, unterschrieb Katharina II. das Manifest vom 22. Juli 1763, mit dem neue Siedler aus dem Ausland gewonnen werden sollten, für die weitgehende Privilegien in Aussicht gestellt wurden.

Die Peuplierungspolitik
"Menschen halte ich für den größten Reichtum." Dieser Ausspruch des preußischen Königs Friedrich Wilhelm I. beschreibt das Ziel der Peuplierungspolitik. Die Macht des Staates sollte vor allem durch die Steigerung der Bevölkerungszahl und die Erweiterung des Territoriums erhöht werden.
Diese Politik setzten nach Friedrich Wilhelm I. in Preußen, dessen Sohn Friedrich II. (Schlesien, Brandenburg, Westpreußen) und für die Habsburger Monarchie Maria Theresia und deren Nachfolger Joseph II. (Donauschwaben auf dem Balkan) in die Tat um. In Russland tat dies Katharina II.
Der Hauptvertreter dieser Theorie, Johann Heinrich Gottlob Justi (1720-1771), vertrat die These, dass der Staat dafür zu sorgen habe, "daß zuförderst die, zu der Republik gehörigen, Länder recht cultiviret und angebauet werden müssen." Die Nutzung der "unbeweglichen Güther" vergrößere den Nutzen des Staates, dessen "Glückseligkeit" auf seiner Macht und Stärke beruhe. Wesentlichste Voraussetzung dafür war nach Justi eine ausreichend hohe Bevölkerungszahl.
Ähnlich wie Justi sah auch Joseph von Sonnenfels in der Vermehrung der Bevölkerung ein Hauptziel staatlichen Handelns. Denn durch eine wachsende Einwohnerzahl würden auch die Zahl der Steuerpflichtigen und damit die Staatseinnahmen steigen. Außerdem würde neben dem zu erwartenden wirtschaftlichen Wachstum auch die innere und äußere Sicherheit vergrößert.
Sonnenfels forderte, dass jede staatliche Maßnahme dahingehend zu überprüfen sei, ob sie einen Beitrag zum Bevölkerungswachstum leisten könne.
Eine deutliche Beschleunigung des Wachstums der Einwohnerzahl sollte durch die Aufnahme von Ausländern erzielt werden. Denn diese brächten nicht nur ihr Vermögen mit, sondern würden auch den gesamten Wirtschaftskreislauf anregen.
Als wesentliche Voraussetzung für die Einwanderung bezeichnete Sonnenfels die Gewährung der persönlichen Freiheit durch den Staat, die Förderung von Handel und Gewerbe, die befristete Befreiung von Abgaben und die finanzielle Unterstützung der sich niederlassenden Ausländer durch die Bereitstellung von Baumaterial, Gerätschaften und Krediten. Solche Gesichtspunkte findet man im russischen Manifest vom 22. Juli 1763.




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